Geschäftsüberblick
Die Apogenix GmbH ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das innovative Medikamente entwickelt, die ihren therapeutischen Effekt über die gezielte Beeinflussung der Apoptose (programmierter Zelltod) entfalten. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit auf verschiedene Proteintherapeutika (APG101 und diverse IL-4-Inhibitoren wie z.B. APG201), die sich in präklinischer Entwicklung befinden. Ihr therapeutisches Potenzial wurde in einer Reihe von Tiermodellen z.B. für akute „Graft-versus-Host Disease“ (aGvHD; Transplantat-gegen-Empfänger Reaktion), Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall gezeigt.
Apogenix wurde von Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg gegründet. Seit dem Neustart im Jahr 2005 hat das Unternehmen in einer ersten Finanzierungsrunde 15 Mio. Euro und einer zweiten Finanzierungsrunde 27,5 Mio. Euro sowie 1,5 Mio. Euro öffentliche Fördermittel eingeworben. Apogenix erwartet, dass erste klinische Studien bereits im Frühjahr 2008 initiiert werden, weniger als drei Jahre nach Aufnahme der operativen Tätigkeit.
Unternehmensstrategie
Apogenix fokussiert sich auf die Entwicklung neuer Proteintherapeutika, deren dosisabhängige Wirksamkeit bereits in relevanten Tiermodellen gezeigt werden konnte.
Das Unternehmen verfolgt sowohl große („blockbuster“) als auch seltene („orphan“) Indikationen, die durch die gezielte Beeinflussung der Apoptose behandelt werden können. Während Medikamente für „blockbuster“-Indikationen in der Regel in hoch kompetitiven Märkten vermarktet werden müssen, genießen Medikamente für „orphan“- Indikationen eine zeitlich befristete Marktexklusivität. Dadurch wird es dem Unternehmen ermöglicht, sich rasch als Marktführer für die jeweilige Indikation zu etablieren.
Apogenix´ Ziel ist die Entwicklung der Medikamenten-Kandidaten zumindest bis zum Nachweis ihrer Wirksamkeit am Menschen. Danach sollen die Verwertungsrechte ganz oder teilweise an andere pharmazeutische Unternehmen lizensiert werden. In Ausnahmefällen hält sich Apogenix die Option offen, die klinische Entwicklung sowie die anschließende Vermarktung von „orphan drugs“ in Eigenregie durchzuführen.
Therapeutischer Ansatz
Apogenix entwickelt innovative Medikamente, die Apoptose hemmen, auslösen oder sie in resistenten Zellen wieder herstellen („Apoptose-Sensitizer“). Apoptose („programmierter Zelltod“) ist ein natürlich vorkommender Prozess und erfüllt verschiedene Funktionen innerhalb des Körpers. So tritt der kontrollierte Zelltod während der embryonalen Entwicklung der Organe auf, um z.B. Gliedmaßen zu formen und überflüssige Zellen abzubauen. Darüber hinaus ist sie von überragender Bedeutung für die Integrität jedes mehrzelligen Organismus. Durch sie werden geschädigte, infizierte, in ihrer Funktion gestörte sowie entartete Zellen entsorgt. Im Menschen sterben täglich mehrere Milliarden Zellen durch Apoptose, womit Platz für durch Zellteilung entstehende neue Zellen geschaffen wird.
Gerät dieser streng kontrollierte und sorgfältig abgestimmte Prozess aus dem Gleichgewicht indem zu wenig oder zu viel Apoptose ausgelöst wird, kann dies zur Entstehung zahlreicher Erkrankungen führen. So kann eine verminderte Sensitivität der Apoptose-Auslösung zum Beispiel einem unkontrollierten Wachstum von Zellen und somit bösartige Erkrankungen wie Krebs nach sich ziehen. Dahingegen kann übermäßige Apoptose zu Zellverlust führen, wie es bei der akuten „Graft-versus-Host Disease“ (aGvHD) und Rückenmarksverletzungen beobachtet wurde.
Medikamenten-Pipeline
APG101
APG101, ein humanes, lösliches Fusionsprotein zwischen dem extrazellulären Teil des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil blockiert die CD95-vermittelte Apoptose. Es konnte bereits gezeigt werden, dass die Blockierung von CD95L eine wesentliche Rolle in der Pathophysiologie verschiedener Krankheiten spielt, die sich durch ein Übermaß an Apoptose auszeichnen, wie z.B. Herzinfarkt, akute „Graft-versus-Host Disease“ (aGvHD), Sepsis und Schlaganfall. 2006 erhielt Apogenix von der Europäische Kommission den Orphan Drug Status für APG101 zur Verhinderung der aGvHD. Der Start der klinischen Phase-I-Studien für diese Indikation ist für Anfang 2008 geplant.
IL-4-Inhibitoren
Einer der IL-4-Inhibitoren ist APG201, ein Apoptose-Sensitizer, der die Überexpression anti-apoptotischer Proteine verhindert. In einer Reihe von in vitro und in vivo Experimenten konnte gezeigt werden, dass APG201 den Spiegel anti-apoptotischer Proteine in einer Zelle wieder normalisiert und dadurch die Sensitivität gegenüber der Behandlung mit Chemotherapeutika erneut herstellt. Da sich zahlreiche Krebsarten durch einen Mangel an Apoptose auszeichnen, hat dieser neuartige Behandlungsansatz großes Potenzial zur Bekämpfung dieser Krankheit. APG201 wird derzeit zur Behandlung solider Tumoren entwickelt.
Management
Dr. Thomas Höger, Chief Executive Officer / Chief Financial Officer
Thomas Höger ist seit November 2005 Vorsitzender der Geschäftsführung und Finanzvorstand (CEO/CFO) der Apogenix GmbH. Vor seinem Eintritt in die Apogenix GmbH arbeitete er fünf Jahre als Senior Biotechnologie-Analyst bei der DZ Bank in Frankfurt. In der Zeit von 1992 bis 2000 war er in verschiedenen Positionen im Forschungs- und Managementbereich der BASF AG und Knoll AG tätig. Zuletzt leitete er die Forschungseinheit „Zentrales Nervensystem“, ein interdisziplinäres Team mit über 40 Biologen und Chemikern.
Thomas Höger promovierte 1991 am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nach seinem Studium der Biologie an den Universitäten Kiel, Heidelberg und als Fulbright-Stipendiat am Massachusetts Institute of Technology (Cambridge, USA). Im Jahr 2001 absolvierte er die Ausbildung zum CEFA-Analysten („Certified European Federation of Financial Societies Financial Analyst“).
Priv. Doz. Dr. med. Harald Fricke, CMO/COO
Harald Fricke ist seit Januar 2006 als Geschäftsführer für die pharmazeutisch-klinische Entwicklung und den operativen Bereich (CMO/COO) der Apogenix GmbH zuständig. Zuvor verantwortete er die weltweite klinische Entwicklung bei der Fresenius Biotech GmbH und leitete drei Jahre lang den entsprechenden Bereich bei Baxter Oncology. Von 1996 bis 2001 war er in verschiedenen nationalen und internationalen Positionen bei SmithKline Beecham bzw. GlaxoSmithKline beschäftigt.
Harald Fricke promovierte 1987 nach seinem Studium der Humanmedizin an den Universitäten Aachen und Lübeck. Von 1987 bis 1990 arbeitete er am „Weizmann Institute of Science“ in Israel. Nachdem er 1993 seine Zulassung als Facharzt für Innere Medizin erhalten hatte, habilitierte er 1996 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Key Facts:
Gründungsjahr: 2005
Mitarbeiter: 22
Eigentümer: Private Investoren
Investoren:
• Investmentgesellschaft von Dietmar Hopp und Familie
• Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
• Wissenschaftliche Gründer
• Management
Finanzierung:
• 15 Mio. EUR (2005) von Dietmar Hopp and Familie über Dievini GmbH & Co. KG
Beirat:
• Dr. Friedrich von Bohlen und Halbach (Vorsitzender), Geschäftsführer, Dievini GmbH & Co. KG
• Dr. Hartmut Voss, Dievini GmbH & Co. KG
• Prof. Dr. Peter Krammer, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
• Dr. Martin Bürmann, Sozietät Rittershaus
Wissenschaftliche Berater:
• Prof. Dr. Peter Krammer, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
• Prof. Dr. Henning Walczak, Imperial College (London, UK)
• Dr. Ana Martin-Villalba, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Die Apogenix GmbH ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das innovative Medikamente entwickelt, die ihren therapeutischen Effekt über die gezielte Beeinflussung der Apoptose (programmierter Zelltod) entfalten. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit auf verschiedene Proteintherapeutika (APG101 und diverse IL-4-Inhibitoren wie z.B. APG201), die sich in präklinischer Entwicklung befinden. Ihr therapeutisches Potenzial wurde in einer Reihe von Tiermodellen z.B. für akute „Graft-versus-Host Disease“ (aGvHD; Transplantat-gegen-Empfänger Reaktion), Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall gezeigt.
Apogenix wurde von Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg gegründet. Seit dem Neustart im Jahr 2005 hat das Unternehmen in einer ersten Finanzierungsrunde 15 Mio. Euro und einer zweiten Finanzierungsrunde 27,5 Mio. Euro sowie 1,5 Mio. Euro öffentliche Fördermittel eingeworben. Apogenix erwartet, dass erste klinische Studien bereits im Frühjahr 2008 initiiert werden, weniger als drei Jahre nach Aufnahme der operativen Tätigkeit.
Unternehmensstrategie
Apogenix fokussiert sich auf die Entwicklung neuer Proteintherapeutika, deren dosisabhängige Wirksamkeit bereits in relevanten Tiermodellen gezeigt werden konnte.
Das Unternehmen verfolgt sowohl große („blockbuster“) als auch seltene („orphan“) Indikationen, die durch die gezielte Beeinflussung der Apoptose behandelt werden können. Während Medikamente für „blockbuster“-Indikationen in der Regel in hoch kompetitiven Märkten vermarktet werden müssen, genießen Medikamente für „orphan“- Indikationen eine zeitlich befristete Marktexklusivität. Dadurch wird es dem Unternehmen ermöglicht, sich rasch als Marktführer für die jeweilige Indikation zu etablieren.
Apogenix´ Ziel ist die Entwicklung der Medikamenten-Kandidaten zumindest bis zum Nachweis ihrer Wirksamkeit am Menschen. Danach sollen die Verwertungsrechte ganz oder teilweise an andere pharmazeutische Unternehmen lizensiert werden. In Ausnahmefällen hält sich Apogenix die Option offen, die klinische Entwicklung sowie die anschließende Vermarktung von „orphan drugs“ in Eigenregie durchzuführen.
Therapeutischer Ansatz
Apogenix entwickelt innovative Medikamente, die Apoptose hemmen, auslösen oder sie in resistenten Zellen wieder herstellen („Apoptose-Sensitizer“). Apoptose („programmierter Zelltod“) ist ein natürlich vorkommender Prozess und erfüllt verschiedene Funktionen innerhalb des Körpers. So tritt der kontrollierte Zelltod während der embryonalen Entwicklung der Organe auf, um z.B. Gliedmaßen zu formen und überflüssige Zellen abzubauen. Darüber hinaus ist sie von überragender Bedeutung für die Integrität jedes mehrzelligen Organismus. Durch sie werden geschädigte, infizierte, in ihrer Funktion gestörte sowie entartete Zellen entsorgt. Im Menschen sterben täglich mehrere Milliarden Zellen durch Apoptose, womit Platz für durch Zellteilung entstehende neue Zellen geschaffen wird.
Gerät dieser streng kontrollierte und sorgfältig abgestimmte Prozess aus dem Gleichgewicht indem zu wenig oder zu viel Apoptose ausgelöst wird, kann dies zur Entstehung zahlreicher Erkrankungen führen. So kann eine verminderte Sensitivität der Apoptose-Auslösung zum Beispiel einem unkontrollierten Wachstum von Zellen und somit bösartige Erkrankungen wie Krebs nach sich ziehen. Dahingegen kann übermäßige Apoptose zu Zellverlust führen, wie es bei der akuten „Graft-versus-Host Disease“ (aGvHD) und Rückenmarksverletzungen beobachtet wurde.
Medikamenten-Pipeline
APG101
APG101, ein humanes, lösliches Fusionsprotein zwischen dem extrazellulären Teil des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil blockiert die CD95-vermittelte Apoptose. Es konnte bereits gezeigt werden, dass die Blockierung von CD95L eine wesentliche Rolle in der Pathophysiologie verschiedener Krankheiten spielt, die sich durch ein Übermaß an Apoptose auszeichnen, wie z.B. Herzinfarkt, akute „Graft-versus-Host Disease“ (aGvHD), Sepsis und Schlaganfall. 2006 erhielt Apogenix von der Europäische Kommission den Orphan Drug Status für APG101 zur Verhinderung der aGvHD. Der Start der klinischen Phase-I-Studien für diese Indikation ist für Anfang 2008 geplant.
IL-4-Inhibitoren
Einer der IL-4-Inhibitoren ist APG201, ein Apoptose-Sensitizer, der die Überexpression anti-apoptotischer Proteine verhindert. In einer Reihe von in vitro und in vivo Experimenten konnte gezeigt werden, dass APG201 den Spiegel anti-apoptotischer Proteine in einer Zelle wieder normalisiert und dadurch die Sensitivität gegenüber der Behandlung mit Chemotherapeutika erneut herstellt. Da sich zahlreiche Krebsarten durch einen Mangel an Apoptose auszeichnen, hat dieser neuartige Behandlungsansatz großes Potenzial zur Bekämpfung dieser Krankheit. APG201 wird derzeit zur Behandlung solider Tumoren entwickelt.
Management
Dr. Thomas Höger, Chief Executive Officer / Chief Financial Officer
Thomas Höger ist seit November 2005 Vorsitzender der Geschäftsführung und Finanzvorstand (CEO/CFO) der Apogenix GmbH. Vor seinem Eintritt in die Apogenix GmbH arbeitete er fünf Jahre als Senior Biotechnologie-Analyst bei der DZ Bank in Frankfurt. In der Zeit von 1992 bis 2000 war er in verschiedenen Positionen im Forschungs- und Managementbereich der BASF AG und Knoll AG tätig. Zuletzt leitete er die Forschungseinheit „Zentrales Nervensystem“, ein interdisziplinäres Team mit über 40 Biologen und Chemikern.
Thomas Höger promovierte 1991 am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nach seinem Studium der Biologie an den Universitäten Kiel, Heidelberg und als Fulbright-Stipendiat am Massachusetts Institute of Technology (Cambridge, USA). Im Jahr 2001 absolvierte er die Ausbildung zum CEFA-Analysten („Certified European Federation of Financial Societies Financial Analyst“).
Priv. Doz. Dr. med. Harald Fricke, CMO/COO
Harald Fricke ist seit Januar 2006 als Geschäftsführer für die pharmazeutisch-klinische Entwicklung und den operativen Bereich (CMO/COO) der Apogenix GmbH zuständig. Zuvor verantwortete er die weltweite klinische Entwicklung bei der Fresenius Biotech GmbH und leitete drei Jahre lang den entsprechenden Bereich bei Baxter Oncology. Von 1996 bis 2001 war er in verschiedenen nationalen und internationalen Positionen bei SmithKline Beecham bzw. GlaxoSmithKline beschäftigt.
Harald Fricke promovierte 1987 nach seinem Studium der Humanmedizin an den Universitäten Aachen und Lübeck. Von 1987 bis 1990 arbeitete er am „Weizmann Institute of Science“ in Israel. Nachdem er 1993 seine Zulassung als Facharzt für Innere Medizin erhalten hatte, habilitierte er 1996 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
Key Facts:
Gründungsjahr: 2005
Mitarbeiter: 22
Eigentümer: Private Investoren
Investoren:
• Investmentgesellschaft von Dietmar Hopp und Familie
• Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
• Wissenschaftliche Gründer
• Management
Finanzierung:
• 15 Mio. EUR (2005) von Dietmar Hopp and Familie über Dievini GmbH & Co. KG
Beirat:
• Dr. Friedrich von Bohlen und Halbach (Vorsitzender), Geschäftsführer, Dievini GmbH & Co. KG
• Dr. Hartmut Voss, Dievini GmbH & Co. KG
• Prof. Dr. Peter Krammer, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
• Dr. Martin Bürmann, Sozietät Rittershaus
Wissenschaftliche Berater:
• Prof. Dr. Peter Krammer, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
• Prof. Dr. Henning Walczak, Imperial College (London, UK)
• Dr. Ana Martin-Villalba, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
